Entwicklungsförderung InnoTop

  • Entwicklungsförderung InnoTop: Projekt AF Burden

    Automatisierte und personalisierte Bestimmung des AF-Burden im Homecare-Bereich zur Verbesserung der Therapieeinleitung

    Aktuell wird in den kardiologischen und neurologischen Fachkreisen intensiv diskutiert, inwieweit das Schlaganfallrisiko mit der Häufigkeit und Dauer des Auftretens von Vorhofflimmer-Episoden korreliert. Es ist zu erwarten, dass der jetzige Ansatz, grundsätzlich bei Episoden länger als 30 Sekunden und entsprechender Risikoabwägung zu antikoagulieren, nicht aufrechterhalten werden kann.

    Erste – teils noch vorläufige - Ergebnisse aus Studien (oft mit implantierten Schrittmachern) deuten darauf hin, dass das Risiko für einen Schlaganfall von der Häufigkeit und Dauer des Auftretens der Flimmerepisoden (dem sogenannten AF-Burden) abhängt. Daher wird es wahrscheinlich für eine Therapie mit Antikoagulanzien nötig sein, nicht nur die Existenz einer einzelnen AF-Episoden zu dokumentieren, sondern auch den AF-Burden zu bestimmen.

    Dies bedeutet jedoch, dass einfache, kosteneffektive und über längere Zeit anwendbare Verfahren benötigt werden, um den AF-Burden zu bestimmen. Mit bestehender Technologie wie implantierbare Rekorder (sehr teuer) oder bestehenden Langzeit-EKG-Systemen (extrem zeitintensiv und schwierig, schlechte Patienten-Compliance) wird dies kaum sinnvoll möglich sein.

     Ziel des geförderten Projektes ist, ein System zu entwickeln, dass mit hoher Sensitivität und Spezifität den AF-Burden bei Patienten im Homecare Bereich bestimmt.